IDS - die Fachmesse für den Dentalmarkt
Alle zwei Jahre ist die IDS in Köln das Spitzenereignis für den internationalen Dentalmarkt und die gesamte Dentalbranche. Auch 2009 hat die Fachmesse wieder Trends gesetzt und wichtige Impulse für die Branche gegeben.
Einzigartige Angebotsbreite
Der gesamte globale Dentalmarkt spiegelt sich in der Angebotsbreite der IDS wieder. Alle relevanten Zielgruppen der Dental-Welt treffen sich hier:
- Zahnärztlicher Bereich
- Zahntechnischer Bereich
- Infektionsschutz und Wartung
- Dienstleistungen, Informations-, Kommunikations- und Organisationssysteme und -mittel
Perspektiven für Aussteller:
- Kontaktpflege mit Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner,
- Neukunden aus aller Welt,
- Internationale Vertriebspartnerschaften
- Networking mit der gesamten internationalen Dental-Branche
IDS weiter auf Wachstumskurs: Mehr als 106.000 Besucher erleben Weltleitmesse voller Impulse und Innovationen der 1820 Aussteller
Plus bei Besucherzahlen (6,9 Prozent), Ausstellern (4,5 Prozent) und Fläche (6,2 Prozent) - Internationalität steigt auf 65 Prozent - 10 Prozent mehr ausländische Aussteller - Dental-Branche stabil - 1100 Produktneuheiten
Die IDS befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Nach fünf Messetagen schloss die 33. Internationale Dental-Schau am Messeplatz Köln mit einem Plus bei Ausstellern, Besuchern und Fläche. Mehr als 1820 Aussteller (+ 4,5 Prozent) aus 57 Ländern nahmen an der IDS 2009 teil. Mit einem Auslandsanteil von 65 Prozent und mehr als 10 Prozent Steigerung der internationalen Ausstellerzahlen baute die IDS ihre Bedeutung als globale Handels- und Kommunikationsplattform weiter aus. Die Unternehmen präsentierten sich auf 138.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche (+ 6,2 Prozent). Der Besucherzuwachs von insgesamt 6,9 Prozent wurde bei Besuchern aus dem Inland sowie aus dem Ausland erzielt. Die internationale Dentalbranche verzeichnete ein Auftragsvolumen, das vielfach weit über den Erwartungen lag.
Dr. Martin Rickert, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen-Dental-Industrie: "Die 33. Internationale Dental-Schau hat das von Allen gewünschte positive Signal gesetzt. Unsere Prognosen über eine positive Entwicklung der Dentalmärkte sind eindrucksvoll bestätigt worden. Ich bin mir sicher, dass diese IDS nachhaltige Impulse für die globale Dental-Industrie und damit für die internationalen Gesundheitsmärkte setzen wird." Für Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse GmbH, ist die IDS 2009 ein Event der Superlative: "Die IDS ist das Paradebeispiel einer erfolgreichen Weltleitmesse und Magnet der Dentalbranche. Sie vereint alle Elemente für erfolgreiches Business, ist globale Kommunikations-, Handels-, Neuheiten- und Produktplattform in einem."
Dr. Rolf Koschorrek (Mitglied des Gesundheitsausschusses des deutschen Bundestages) zog ebenfalls ein positives Fazit: "Gerade aktuell, in wirtschaftlich turbulenten Zeiten, ist es von enormer Bedeutung für die deutsche Gesundheitswirtschaft, eine Weltleitmesse wie die Internationale Dental-Schau am Messeplatz Köln zu haben. Als Industrienation zeigte sich auf der IDS, welch erstklassiges Export-Potenzial die deutsche Dental-Industrie dank der weltweit führenden Qualität der Produkte und der Fülle an Innovationen besitzt. So gelingt es uns auch in der Zukunft, die Gesundheitsmärkte krisenfest zu machen und Wachstum zu gestalten, anstatt Masse zu verwalten. Die Digitalisierung und zunehmende Vernetzung in der modernen Zahnarztpraxis sind für mich die interessanten Entwicklungen."
Dass die IDS als internationale Handelsplattform neue Impulse setzen konnte, bestätigten nicht nur die Aussteller, die durchweg von guten bis sehr guten Geschäften und vollen Auftragsbüchern berichteten.
Bei der Besucherbefragung zeigte sich, dass 74 Prozent aller IDS-Besucher mit der Zielerreichung ihres Messebesuchs zufrieden bis sehr zufrieden sind.
Die positive Resonanz resultiert unter anderem aus dem kompletten Ausstellungsangebot, welches 80 Prozent der Besucher als sehr gut und gut bewerten. 95 Prozent der Besucher gaben an, dass sie die IDS weiterempfehlen werden, 80 Prozent der Befragten kündigten schon an, die kommende IDS 2011 auf jeden Fall oder sehr wahrscheinlich zu besuchen.
News und Innovationen
Mit mehr als 1100 Präsentationen, Neuheiten und Weiterentwicklungen demonstrierte die Internationale Dental-Schau 2009 erneut ihr Potenzial als internationale Innovationsplattform. Dabei sind laut Dr. Martin Rickert (VDDI) drei Haupttrends auszumachen. Erstens: natürliche Zähne werden durch frühe und umfassende Diagnostik und minimalinvasive Behandlungsmethoden so lange wie möglich erhalten. Zweitens: wenn Zahnersatz nötig, soll er möglichst naturgetreu aussehen und höchste Ästhetik und Funktionalität bieten.
Drittens: die Digitalisierung und Vernetzung von Praxis und Labor steigert die Effizienz in der wirtschaftlichen Herstellung von Zahnersatz (siehe fachliche Betrachtung der IDS 2009 im Anhang).
BZÄK: "Spielraum für Investitionen muss erhalten bleiben"
Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK): "Es ist einfach fantastisch, in Zeiten allgemeinen wirtschaftlichen Abschwungs einen solchen Kontrapunkt zu setzen, wie es die IDS 2009 geschafft hat. Der Messeerfolg ist ein ermutigendes Signal für unseren progressiven Berufsstand, gleichzeitig aber sollte er der Politik auch als Mahnung dienen, uns einen Spielraum für Investitionen zu ermöglichen. Die IDS macht Deutschland alle zwei Jahre zum Zentrum der dentalen Welt. Zu dieser Bedeutung der IDS haben der Verband der Deutschen Dental-Industrie und die Koelnmesse Entscheidendes beigetragen." Die BZÄK war in Köln gemeinsam mit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, dem Institut Deutscher Zahnärzte, den Zahnärztlichen Mitteilungen und der Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra- und Notgebiete vertreten. Der gemeinsame Auftritt, ähnlich der Präsenz beim Deutschen Zahnärztetag, hat sich laut Peter Engel bewährt. Neben Präsentationen nutzten die Besucher die Chance zum Expertentreff.
VDZI: "Hohe Investitionsbereitschaft erkennbar"
Jürgen Schwichtenberg, Präsident des Verbandes der Deutschen Zahntechniker-Innungen (VDZI): "Die Internationale Dental-Schau 2009 hat einen positiven Trend in der Zahntechnik gezeigt. Sie war erneut das Schaufenster der Innovationen und der qualifizierten Gespräche für die berufspolitischen Zukunftsthemen wie die BEB Zahntechnik und das Qualitätssicherungskonzept QS-Dental. Die IDS bot erneut die exzellente Möglichkeit zur Darstellung der Leistungsfähigkeit des verfassten deutschen Zahntechniker-Handwerks. Die Umfragen des VDZI und der Industrie zeigen, dass sich die Zukunftsorientierung der Dentalbranche in einer überraschend hohen Investitionsbereitschaft ausdrückt." Neben dem
5. dentechnica-Forum förderte der VDZI mit der Verleihung des 12. Gysi-Preis-Wettbewerbs erneut den engagierten Nachwuchs im Zahntechniker-Handwerk.
Speaker's Corner
Mit der Speaker's Corner baute die IDS die 2005 erfolgreich implantierte Fachveranstaltung als ein Highlight des Rahmenprogramms erneut aus. An allen Messetagen präsentieren IDS-Aussteller von Weltmarktführer bis Markteinsteiger dort Neuheiten und Produktinformationen, Dienstleistungen und Verfahrenstechniken.
Die kommende IDS, 34. Internationale Dental-Schau, findet vom 22. - 26. März 2011 (Dienstag bis Samstag) in Köln statt.
Veranstalter des fachlichen Rahmenprogramms werden erneut der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen e.V. (VDZI) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) sein.
Die IDS (Internationale Dental-Schau) findet alle zwei Jahre in Köln statt und wird veranstaltet von der GFDI, Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH, dem Wirtschaftsunternehmen des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI) und durchgeführt von der Koelnmesse GmbH, Köln.
Anmerkung für die Redaktion
Fotomaterial von der vergangenen IDS finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet
http://www.ids-cologne.de im Bereich Presse unter Presseinformationen.
Fachliche Betrachtung der IDS 2009; Köln, März 2009
Demographie, Digitalisierung und Vernetzung zwischen Zahn- und Allgemeinmedizin treiben die Dentalbranche an
Entwicklungen in der Zahnmedizin reichen von Innovationen in der Prophylaxe, über Restauration bis hin zu Spezialbehandlungen
Im Rahmen der 33. Internationalen Dental-Schau präsentierten 1820 Aussteller Innovationen und Trends, die die Zukunft der Zahnmedizin beeinflussen. Dabei reicht die Entwicklung, wie die fachliche Betrachtung der IDS 2009 zeigt, von der Prophylaxe über die Restauration bis hin zu Spezialbehandlungen:
Digitale Abformung
Eine der größten Entwicklungen ist die Möglichkeit zur digitalen Abformung. Oral-Scanner ersparen dem Patienten den oftmals unangenehmen Biss in Abdruckmasse. Auch der gesamte Prozess von der Abformung bis zur Herstellung eines Kronen- oder Brückengerüsts ist jetzt volldigitalisiert. Freilich steht die Industrie damit erst am Anfang einer Entwicklung, denn größere Brücken und individuelle Anfertigungen bedürfen weiterhin der klassischen Vorgehensweise.
Karies bohrerlos bekämpfen - Mundkrebs früher erkennen
Immer deutlicher wird, wie sehr orale Erkrankungen mit allgemeingesundheitlichen Leiden zusammenhängen. Neben der Diagnose von Karies und Gingivitis ist der Zahnarzt als Erster für das Erkennen von Mundhöhlenkrebs zuständig – und die Differentialdiagnose ist oft nicht leicht. Ein neues Screening-Verfahren, das chemolumineszentes Licht und im zweiten Schritt die Anfärbung mit Toluidinblau kombiniert, ermöglicht nun eine präzisere Biopsie-Entnahme. Im Bereich der bildgebenden Verfahren bleibt digital „in“. Volumentomographen rücken preislich in einen Bereich, der für eine größere Anzahl von Praxen erschwinglich erscheint.
Ist eine Karies diagnostiziert, folgt klassischerweise die Exkavation. Eine neuartige Methode der Kariesinfiltration ermöglicht jetzt aber die substanzschonende Behandlung beginnender Karies – ohne zu bohren.
Prophylaxe für Patienten und Profis
Ganz allgemein profitiert die häusliche Mundhygiene aktuell von fortgeschrittenen Zahnpasta-Formulierungen und „Upgrades“ bei Elektrozahnbürsten, die immer besser mit dem Anwender zu kommunizieren vermögen (z.B. „visuelle Andruckkontrolle“). So optimiert der Patient seine Zahnputzgewohnheiten. Die professionelle Prophylaxe gewinnt daneben an Bedeutung – nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Vermeidung von Periimplantitis. Für gut eingeführte Ultraschallgeräte stehen jetzt neue Piezospitzen zur Verfügung, um die Vibrationen der Scaler minimieren. Extrem leichte, tragbare Pulverstrahlgeräte machen auch längere Sitzungen mit wesentlich geringeren Ermüdungserscheinungen beim Behandler möglich. Vorteile verspricht daneben der neuartige Einsatz von Ozon.
Neue Füllungsmaterialien + Mikromotoren
Muss trotz aller Prophylaxe nach Kariesexkavation eine Kavität gefüllt werden, so stehen dafür seit Jahren so viele Materialvarianten zur Verfügung, dass mancher dieses Thema vor der IDS 2009 für ausgereizt hielt. Insbesondere kann der Lichtbrechungsindex des natürlichen Zahnschmelzes nun praktisch punktgenau reproduziert werden – zum Beispiel mit einem besser abgestimmten Zusammenspiel von Füllstoffen und patentierter Monomer-Matrix.
Fließfähige Komposite lassen sich jetzt ohne Nachtropfen punktgenau und materialsparend applizieren. Und bei allen Arbeiten verbessern Winkelstücke mit integrierter LED-Leuchte die Sicht, wobei der Zahnarzt seinen Motor der Wahl verwenden kann. Miniaturisierte Mikromotoren ermöglichen dabei ein besonders ermüdungsarmes Arbeiten. Auch zur Befestigung von Füllungen gibt es Neues: Spezielle selbstätzende Adhäsive können heute ganz auf HEMA verzichten und so das Allergierisiko für den Patienten weiter minimieren. Ohne separates Ätzen und Bonden lassen sich zunehmend auch indirekte Restaurationen langzeitstabil befestigen. Dank der Applikation aus der Doppelkammerspritze profitieren Zahnarzt bzw. Patient von einer standardisierten Homogenität und mit verkürzten Anmisch- und Einbringzeiten.
Vollkeramik + CAD/CAM
Immer häufiger werden indirekte Restaurationen aus Vollkeramik hergestellt – und das ist jetzt noch attraktiver: Der Langzeitverbund zwischen Gerüst und Verblendung ist bei bestimmten Materialkombinationen noch sicherer geworden. Auch können Zahnarzt und Zahntechniker wesentlich virtuoser mit CAD/CAM umgehen: klassische Wachsmodellation, virtuelle Gerüstkonstruktion, Eigenfertigung, Auslagerung der Gerüstherstellung an befreundete Labors oder an die Industrie – vieles ist möglich. Das betrifft dabei nicht nur Zirkonoxid. Beispielsweise lassen sich verschraubbare Suprastrukturen für die Implantologie jetzt ohne Eigeninvestitionen in Nichtedelmetallen ordern. Speziell für das zahntechnische Labor steht ein neuartiger, optischer Hochgeschwindigkeits-Scanner zur Erstellung von Abformungsscans zur Verfügung. Und eine „Krone auf Knopfdruck“ fräst man dort heutzutage auch mit einem Tischgerät und 7-Achs-Strategie. Es gibt daneben aber eine zur „Durchdigitalisierung“ gegenläufige Tendenz: Im Bereich der Keramiköfen geht man teilweise sogar einen Schritt zurück. „So viele Icons und Speichertechnik wie nötig – aber so übersichtlich wie möglich.“
Das Raumgreifen digitaler Techniken geht Hand in Hand mit Fortschritten in der klassischen Zahntechnik. So sorgen neue Verblendkeramiken für eine wesentlich effizientere Schichtung bei Ausschöpfen aller ästhetischen Möglichkeiten. Mehr Tempo schaffen im Allgemeinen auch neuartige Gipse.
Speziell für Zirkonoxid erleichtern maßgeschneiderte Arbeitsplätze zur Nassbearbeitung des gesinterten Materials den Alltag. Andere Oxidkeramiken (im Speziellen: Silikatkeramik) lassen sich jetzt noch besser auf das Verkleben im Mund vorbereiten: Die Klebeflächen werden mit Flusssäuregel geätzt, die nicht zu ätzenden Flächen mit Wachs geschützt – genauer, als es in der Zahnarztpraxis möglich ist. Ein lichthärtender "Connector" versiegelt schließlich alles und schützt die Silanschicht dauerhaft.
Ältere Patienten – Zähne länger erhalten
Unter den verschiedenen Therapieverfahren wird zurzeit die Endodontie in besonderem Maße durch die demographische Entwicklung vorangetrieben. Mit der maschinellen Aufbereitung ist diese Behandlungsoption für den Zahnarzt immer komfortabler geworden. Dieser Trend setzt sich in neuen Möglichkeiten zur effizienten Aufbereitung der Zugangskavität mit speziellen Endo-Ultraschall-Spitzen fort. Verfahren dazu sind die maschinelle (statt bisher manuelle) Präparation des Gleitpfades oder durch Endo-Motoren mit integriertem Apex-Locator.
Bei der Desinfektion des Wurzelkanals kann die erwähnte Ozon-Therapie helfen, die auch in der Karies- und Parodontaltherapie ihren Stellenwert besitzt.
Im Bereich der klassischen Ultraschallgeräte sind Spezialvarianten mit Spülungsaktivierung im Kommen.
Implantologie boomt weiter
Lässt sich ein Zahn nicht mehr erhalten, stellt zunehmend die Implantologie eine mögliche Therapieoption dar. Ihr Einsatz wird dank digitaler Diagnostik und Navigations-Software für die Behandlungsplanung immer einfacher. In diesem Bereich kommt das zahntechnische Labor verstärkt ins Spiel – insbesondere bei der Herstellung präziser Bohrschablonen. Der Zahntechniker bereitet vor, der Zahnarzt passt an und fixiert. Bereits beim Arbeitsschritt „Abformung für die Implantologie“ kommt zusätzliche Hilfe: ein patentierter Folien-Kunststofflöffel zur Abdrucknahme in einer einzigen Sitzung – ohne separaten Termin zur Situationsabformung. Neue Instrumente für die Knochen- und Weichgewebsbearbeitung, eine Golddichtung, die den potentiell bakteriell kontaminierten Innenraum des Implantats schützt, praktische Wash-Trays und vieles mehr ergänzen die bisherige Ausstattung der implantologischen Praxis. Ein neuer semipermanenter Implantatzement auf Kunststoffbasis ermöglicht eine langzeitprovisorische Befestigung speziell von Suprakonstruktionen. Im Bereich der Abutments kommt es zu einer Spezialisierung – zum Beispiel gibt es jetzt solche, die extra für abnehmbare Arbeiten gestaltet sind. Die individuelle Herstellung im zahntechnischen Labor wird vermehrt durch Software-Werkzeuge unterstützt, so dass die Konstruktion komplett am Bildschirm erfolgen kann.
Kieferorthopädie für Jung und Alt
In der Spezialdisziplin Kieferorthopädie sind es längst nicht mehr hauptsächlich Jugendliche, die sich der Behandlung mit Brackets unterziehen. Bei Erwachsenen stellt die Ästhetik einer kieferorthopädischen Apparatur aber eine mindestens genauso wesentliche Sache dar. „Unsichtbar“ ist wichtig, und das verbindet sich heute mit hoher Stabilität bei selbstlingierenden Eigenschaften.
Das Öffnen einer solchen Apparatur kann einfach per Sonde von gingival vorgenommen werden und wird jetzt zum Teil durch neue Führungsrillen sowie durch einen speziellen, stark ausgeprägten Einführtrichter erleichtert. Eine innovative inversive Hakenbasis mit diametral versetzter Lochretention und mesio-distalen Schrägen ermöglicht neben der perfekten Haftung des Brackets am Zahn ebenso dessen problemloses splitterfreies Abnehmen. Schmelzausrisse werden dabei vermieden, da ein Großteil des Klebers auf dem Zahn verbleibt. Spezielle Zahnpasten erleichtern dem Patienten die Pflege seiner Brackets.
Grundausstattung für gute Praxen
Die Voraussetzung für eine Top-Versorgung der Patienten ist natürlich, dass auch die Praxis selbst stets „auf Stand“ ist: mit funktionalen, hochwertigen und ästhetischen Behandlungseinheiten, leistungsfähigen Absaugeinrichtungen, mit trockener, ölfreier und hygienischer Druckluft und mit einer 1A-Hygiene – kurz: ein Arbeitsumfeld, in dem sich das Team und der Patient wohl fühlen. Dazu tragen nicht zuletzt die „kleinen Helfer“ bei: bioverträgliche Desinfektionsmittel, praktische Tücher für Flächen aller Größe, Praxisreiniger, welche die Desinfektionswirkung aufrechterhalten. Im Bereich der Geräte sind es neue Autoklaven; bei den Instrumenten fällt eine komplett zerlegbare Zahnzange auf – für eine gründlichere und im Tray Platz sparende Aufbereitung. Dentale Druckluftanlagen senken jetzt den Feuchtigkeitsgehalt im Extremfalle bis auf Arzneibuchqualität. So werden sensible Schritte – beispielsweise in der Füllungstherapie – noch sicherer gemacht.
